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Alle existierenden Inhalte in eine Datenbank

Der erste Schritt einer Destination bei der Digitalisierung ist es, Digital Leadership aufzubauen. Diesem folgt, alle existierenden Inhalte in eine Datenbank zu bringen. Warum man das tun muss und wie das gelingt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Das Verwalten von Daten in verteilten Systemen ist nicht zielführend

Warum? Weil alle Konversationssysteme der Zukunft (Amazon Alexa und alle anderen) EINE konkrete Antwort auf EINE konkrete Frage liefern müssen. Damit spricht man (oder chattet per Tastatur) direkt mit einer Datenbank. Mit EINER Datenbank. Nur mit einem komplexen Netzwerk von Daten (touristischer Graph) sind die KI- (Künstliche Intelligenz) Systeme in der Lage, auch wirklich intelligente Antworten zu liefern. In einem solchen Netzwerk sind alle Daten miteinander verbunden.

Und weil man nur mit EINER Datenbank in der Lage ist, Daten in große Plattformen oder andere Distributionskanäle einzuspeisen. Systeme, wie das eBike-System von Bosch, das in einem Großteil der eBikes verbaut ist, können sich nicht mit einem kleinteiligen, touristischen Angebot beschäftigen, sondern sie nehmen nur fertig aufbereitete, überregionale Datensätze nach internationalen Standards.

Weitere Vorteile einer zentralen Datenbank:

  • Man muss nur einen Anbieter bezahlen.
  • Man hat nur ein System, in dem man Daten pflegen muss. Alle Beteiligten arbeiten im selben System.
  • Es gibt keine Schnittstellen, diese sind ohnehin ein ständiges Ärgernis und ein Kostentreiber.
  • Es gibt keine Kompatibilitätsprobleme aufgrund von unterschiedlichen Datenstrukturen und unterschiedlichen Standard
  • Es sind immer alle Daten gleich aktuell.
  • Es gibt eine zentrale und einheitliche Verwaltung aller Rechte, z. B. Bildrechte.
  • Es gibt ein zentrales Reporting über die Benutzung der Daten.
  • Der Grundstein für die Internationalisierung ist gelegt – Übersetzungen und weitere Lokalisierung können zentral erfolgen.

 

Überblick verschaffen und alte „Datenbank-Zöpfe“ abschneiden

Zunächst muss also eine Bestandsaufnahme stattfinden und folgende Fragen sollten beantwortet werden:

  • Welche Datenbanken und welche Systeme nutze ich bereits?
  • Mit welchen Partnern kooperiere ich?
  • Welche Inhalte liegen wo und in welcher Form vor?
  • Welche Inhalte sind veraltet und welche aktuell?
  • Habe ich alle Rechte an den gesammelten Daten?
  • Welche Daten kann ich wie offen machen (Open Data)?
  • Liegen Daten in verschiedenen Sprachen vor?
  • Habe ich eine vollständige Struktur?
  • Welche Inhalte habe ich noch im Keller, z. B. in Form von vielen Hochglanz-Katalogen?

Dieser Prozess kann nicht von heute auf morgen geschehen. Er ist aber zwingend notwendig, um eine Basis für den Aufbau einer umfangreichen Datenbank zu schaffen, unabhängig davon in welchem System dies geschieht. Im nächsten Schritt müssen diese veralteten Strukturen aufgebrochen werden, alle bisherigen Datenbanken radikal und ohne Kompromisse abgebaut und die Daten neu strukturiert werden. Dies bedeutet, dass die Daten richtig, vollständig, digital und aktuell vorliegen müssen. Zudem sollen sie distributionsfähig sein, also möglichst frei von Rechten Dritter. Auf diese Art und Weise können und sollen ALLE Informationen zu Destinationen, Wanderwegen, Veranstaltungen, Buchungsmöglichkeiten, Bildern, Videos usw. systematisch in die neue Datenbank eingespeist werden. ALLE.

JETZT ist der richtige Zeitpunkt, mit der Umstrukturierung zu starten, um einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung zu machen.

Man sollte dabei keine Angst haben, sich einem Anbieter auszuliefern. Die heute am Markt verfügbaren Plattformen sind allesamt seriös und können sich bei der Verwaltung von Kundendaten keine Verfehlungen erlauben. Alle Services wandern nach und nach in die Cloud: Datenspeicherung, Bilddatenbanken, E-Mail-Systeme, Telefonanlagen, Office-Anwendungen, usw. Die Daten bleiben bei allen Anbietern auch immer im Eigentum des Kunden. Es ist empfehlenswert, immer eine Kopie seiner Daten an einer zweiten Stelle zu haben (für den Fall der Fälle). Das erlauben alle seriösen Anbieter auch problemlos in einem Standardformat, sodass man im Zweifelsfall mit dem nächsten Anbieter weiter machen kann.

Hier ist das Datenbankprinzip von Outdooractive dargestellt:

Neben dem Pflegen einer Datenbank gibt es weitere 9 Punkte, die zielführend für die Digitalisierung von Destinationen sind. In den nächsten Monaten nehmen wir daher diese 10 Punkte genauer unter die Lupe. Mit Tipps und Anleitungen erklären wir, wie die digitale Transformation in der Praxis funktioniert und umgesetzt werden kann.

10 To Do’s für eine erfolgreiche Transformation

  • Leave your comfort zone – build digital leadership
  •  Merge the content within one database
  • Digitalize your part of the world
  • Open up your content for it to be distributed
  • Digitize your guests by encouraging them by incentives to share their data
  • Manage data instead of advertising
  • Measure experience and the customer journey
  • Manage growth, define the DNA of the destination and attract the right customers
  • Give the residents added value by making them ambassadors
  • Improve the experience on sight